Sechs Weltmeisterschaften zogen sich durch Franz Beckenbauers Leben — vom ersten Finale 1966 bis zum Sommermärchen 2006. Ein Rückblick, während die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gespielt wird.

EINE WM-GESCHICHTE
Franz Beckenbauer hat die Weltmeisterschaft geprägt — und die Weltmeisterschaft hat ihn geprägt. Über vier Jahrzehnte war er Teil dieses Turniers: als Spieler, als Kapitän, als Teamchef und schließlich als Gastgeber.
Diese tiefe Verbindung ragt bis in die Gegenwart. Die WM 2026 wird in den USA, Mexiko und Kanada gespielt — und gleich zwei dieser Länder gehören zu den Schauplätzen seines Lebens. Das Finale steigt am 19. Juli im Großraum New York, derselben Stadt, in der Franz Ende der 1970er-Jahre noch einmal von vorn begann. Bei Cosmos New York lief er an der Seite von Pelé auf und trug dazu bei, den Fußball in einem Land bekannter zu machen, das ihn bis dahin kaum kannte.
Noch direkter ist die Verbindung nach Mexiko-Stadt, wo die WM 2026 eröffnet wurde — im Aztekenstadion. Genau dort spielte Franz 1970 mit dem Arm in der Schlinge jenes Halbfinale, das als „Jahrhundertspiel" in die Geschichte einging. Und genau dort stand er 1986 als Teamchef im WM-Finale. Als in diesem Stadion der erste Anpfiff der WM 2026 ertönte, schwingt ein Stück seiner Geschichte mit.
2026 fehlt er zum ersten Mal — umso mehr lohnt der Blick zurück. Sechs Weltmeisterschaften, von 1966 bis 2006, erzählen seinen Weg vom Wunderkind zum Gastgeber:






